Werkstoffwahl bleibt meist schwach, wenn sie mit einem Lieblingslegierungsnamen beginnt. Sie wird stärker, wenn sie mit Schadensmechanismus und Substrat startet.
Die Kurzantwort
Die Werkstoff-Auswahl sortiert das Problem nach dem, was Oberfläche oder Bauteil aushalten müssen: Verschleiß, Korrosion, Oxidation, Hitze, kombinierte Beanspruchung oder Reparaturgrenzen. Danach werden Grundwerkstoff, Zieloberflaeche, Finish und Prüfbedarf geprüft, damit die erste Legierungsfamilien-Diskussion technisch belastbar wird.
Was die Auswahl screenet
- Schadensmechanismus oder dominante Beanspruchung.
- Grundwerkstoff oder Substrat.
- Umgebung und Einsatztemperatur.
- Ob es um Reparatur, Cladding oder Neufertigung geht.
- Finish- und Prüferwartungen.
Warum diese Logik wichtig ist
Eine Fe-, Ni-, Co- oder Spezialroute kann erst plausibel werden, wenn die reale Belastung klar ist. Das Tool soll die Diskussion an die Anwendung binden.
Typische Beispiele
- Abrasiver Verschleiß kann Richtung Hardfacing oder carbidehaltige Logik führen.
- Korrosion oder hohe Temperatur kann eher zu Ni- oder Co-basierten Routen führen.
- Reparaturen können verlangen, dass die Substratbeziehung die Auswahl dominiert.
- Schutzschichten können stärker über Schichtfunktion als über Volumengeometrie definiert werden.
- Kupfersubstrate brauchen eine eigene Prüfung, weil Wärmeeintrag, Benetzung und Verdünnung die Route dominieren können.
- Titansubstrate brauchen Schutzgas-, Sauberkeits- und Validierungspruefung, bevor eine generische Beschichtungsroute angenommen wird.
Was das Tool nicht macht
Es gibt keine Pulverfreigabe, keine Chemie-Zulassung und ersetzt keine projektspezifische Bewertung. Es grenzt nur die richtige erste Diskussion ein.
Was Käufer trotzdem senden sollten
Grundwerkstoff, Einsatzmedium, Temperatur, Schadensfotos wenn möglich, Finisherwartung sowie Prüf- und Dokumentationsbedarf.
Sinnvolle nächste Seiten
Nutzen Sie Werkstoff-Auswahl, Werkstoffe, A13: Legierungsauswahl für Laser Cladding, A24: Schadensmechanismus zu Cladding-Loesung und A31: Cladding auf Kupfersubstraten, wenn die Werkstoffwahl noch offen ist.

