Exafuse nutzte Laser Metal Deposition (LMD) sowohl zum Aufbau eines 130-mm-Bohrerdemonstrators als auch für eine abschließende verschleißbeständige, antimagnetische Funktionsschicht auf Basis einer wolframcarbidhaltigen Legierung. Das veröffentlichte Prozessvideo dokumentiert den Ablauf vom pulvergestützten Materialauftrag bis zum fertigen Bauteil. Es handelt sich um ein Projektbeispiel, nicht um eine allgemeine Lieferzeit- oder Leistungszusage.

Projektüberblick

ProjektelementVeröffentlichter Kontext
Bauteil130-mm-Funktionsdemonstrator in Bohrergeometrie
FertigungsansatzLMD-Aufbau des Bauteils mit anschließender LMD-Funktionsbeschichtung
OberflächenfunktionVerschleißbeständige, antimagnetische Beschichtung auf Basis einer wolframcarbidhaltigen Legierung
Veröffentlichte UnterlagenProzessvideo und Aufnahmen des Fertigungsablaufs sowie des fertigen Bauteils
AussagegrenzeDokumentiert einen kombinierten Aufbau- und Beschichtungsprozess; Werkstoffverträglichkeit, Nachbearbeitung und Prüfung bleiben anwendungsspezifisch

Warum Aufbau und Beschichtung gemeinsam geplant wurden

Sonderwerkzeuge können zwei unterschiedliche Funktionen in einem Bauteil vereinen: eine additiv erzeugte Geometrie und eine Arbeitsfläche mit definiertem Verschleiß-, Magnet- oder Korrosionsverhalten. Werden beide Aufgaben getrennt geplant, können Konflikte bei Werkstoffverträglichkeit, Aufmischung, Wärmeeintrag, Bearbeitungszugabe und Prüfung entstehen.

Bei diesem Demonstrator wurden Geometrie und Oberflächenfunktion als zusammenhängende Fertigungskette betrachtet. So ließ sich festlegen, wo LMD die Bauteilgeometrie erzeugt, wo die Funktionsschicht benötigt wird und welche Flächen anschließend bearbeitet werden müssen.

Fertigungsablauf

Beim pulvergestützten LMD wurde die Bohrergeometrie entlang einer kontrollierten Bahn aufgebaut. Anschließend erhielt die relevante Oberfläche eine Funktionsbeschichtung. Der Nutzen liegt in der Kombination aus lokalem Materialaufbau und gezielter Oberflächenfunktion, nicht in der Annahme, dass jeder Bohrer oder jede Oberfläche auf dieselbe Weise gefertigt werden sollte.

Das Prozessvideo zeigt den tatsächlichen Ablauf. Es ergänzt die Projektdokumentation, ersetzt jedoch weder Werkstoffprüfung noch Maßkontrolle oder anwendungsspezifische Abnahmekriterien.

Ergebnis und Einordnung

Das Projekt zeigt, dass sich Bauteilaufbau und Funktionsbeschichtung mit LMD in einer abgestimmten Fertigungskette verbinden lassen. Daraus folgen weder eine allgemeine Lieferzeit noch ein übertragbarer Parametersatz oder ein zertifizierter Leistungsnachweis. Für ein vergleichbares Bauteil müssen Ausgangswerkstoff, Beschichtungsaufgabe, Nachbearbeitung und Prüfplan separat bewertet werden.

Angaben für eine vergleichbare Machbarkeitsprüfung

Benötigt werden CAD-Daten oder eine Zeichnung, Gesamtabmessungen, Ausgangswerkstoff, Funktionsflächen, Betriebsbeanspruchung, Bearbeitungs- oder Schleifzugabe, Stückzahl, Zieltermin und Prüfanforderungen. Beschreiben Sie eindeutig, ob Verschleißschutz, antimagnetisches Verhalten, Korrosionsschutz oder eine andere Oberflächeneigenschaft gefordert ist.