Technische Einordnung
Funktional gradierte Werkstoffe nutzen einen kontrollierten Übergang zwischen Zusammensetzungen. Das kann sinnvoll sein, wenn Substratverträglichkeit und Funktionsanforderung nicht mit einer einzelnen Legierung erreichbar sind; Machbarkeit und Prüfung bleiben projektspezifisch.
Worauf es bei der Werkstoffbewertung ankommt
- Funktion und Beanspruchung der aufgetragenen Zone
- Verträglichkeit mit dem Grundwerkstoff und mögliche Aufmischung
- Rissneigung, Zähigkeit, Korrosions- oder Temperaturanforderung
- Bearbeitbarkeit und Nachweis der geforderten Eigenschaften
Wann eine andere Lösung geprüft werden sollte
Eine bekannte Legierungsbezeichnung allein reicht nicht für die Freigabe. Werkstoffkombination, Prozessfenster, Geometrie und Prüfplan müssen für den konkreten Anwendungsfall bewertet werden.
Angaben für die erste Bewertung
Benötigt werden Grundwerkstoff, Zielaufgabe, Temperatur und Medium, mechanische beziehungsweise tribologische Beanspruchung, Zieloberfläche und vorgesehene Prüfungen.


