Additiver Aufbau und Zerspanung als gemeinsame Prozesskette

Additiv-subtraktive Fertigung verbindet LMD mit Fräsen, Drehen, Schleifen oder weiteren Bearbeitungsschritten. Der Nutzen entsteht nicht dadurch, dass zwei Verfahren nebeneinander genannt werden, sondern durch eine abgestimmte Reihenfolge aus Aufbau, Bezugserzeugung, Zwischenbearbeitung, Endbearbeitung und Prüfung.

Früh zu planende Punkte

  • Aufbaurichtung, Laser- und Pulverzugang sowie mögliche Spannlagen
  • Bezüge und Flächen, die während der Fertigung erhalten bleiben müssen
  • Bearbeitungszugaben für Funktionsflächen und Übergänge
  • Wärmestau, Verzug und sinnvolle Zwischenzustände
  • Prüfmerkmale nach Aufbau und nach der finalen Bearbeitung

Wann die Kombination Wert schafft

Die Prozesskette kann sinnvoll sein, wenn große oder lokale Geometrie additiv effizienter entsteht, die geforderten Toleranzen und Oberflächen aber eine spanende Endbearbeitung benötigen. Sie eignet sich auch für Reparaturen, bei denen zunächst Material aufgebaut und anschließend die Sollgeometrie wiederhergestellt wird.

Grenzen

Fehlende Werkzeugzugänglichkeit, unzureichende Spannmöglichkeiten oder eine Geometrie, die konventionell einfacher vollständig herstellbar ist, können gegen die Kombination sprechen. „Hybrid“ ist keine pauschale Qualitätsaussage; die konkreten Prozessschritte müssen benannt werden.

Angaben für die Prozessplanung

Senden Sie CAD, Roh- und Endkontur, Bezüge, Toleranzen, Funktionsflächen, Werkstoff, geplante Stückzahl, zulässige Spannbereiche und Prüfanforderungen.