Der Schadensmechanismus bestimmt die Beschichtungsrichtung

Laser Cladding sollte nicht über eine pauschale Härtezahl spezifiziert werden. Abrieb, Erosion, Gleitkontakt, Korrosion, Oxidation, thermische Ermüdung und Schlagbeanspruchung stellen unterschiedliche Anforderungen an Matrix, Hartphase, Zähigkeit und Oberflächenzustand.

Erste technische Einordnung nach Beanspruchung
BeanspruchungZu klärende WerkstofffrageWichtiger Prüfpunkt
Abrieb / ErosionHärte, Hartphase und ausreichende ZähigkeitRisse, Schichtaufbau und Endoberfläche
GleitkontaktTribologisches System aus Schicht und GegenkörperOberfläche, Aufmischung und Verschleißbild
Korrosion / OxidationChemische Beständigkeit bei Medium und TemperaturSchichtintegrität und relevante Werkstoffprüfung
SchlagbeanspruchungZähigkeit und lokale Verstärkung statt maximaler HärteRisszustand, Geometrie und Funktionsfläche

Grundwerkstoff und Prozess bleiben Teil der Auswahl

Die gleiche Zusatzlegierung kann auf verschiedenen Substraten zu unterschiedlicher Aufmischung, Mikrostruktur und Rissneigung führen. Vorwärmung, Wärmeführung, Bahnplanung und Nachbearbeitung beeinflussen den späteren Zustand ebenso wie die Pulverbezeichnung.

Prüfung an die Funktion koppeln

Je nach Risiko können Maß- und Oberflächenprüfung, Farbeindring- oder Magnetpulverprüfung, Härteverlauf, Querschliff, Mikroskopie oder weitere Verfahren erforderlich sein. Die Prüfmethode muss die vereinbarte Funktions- und Fehlerfrage beantworten.

Angaben für die erste Werkstoffrichtung

Nennen Sie Grundwerkstoff, Schadensbild, Betriebsmedium, Temperatur, Last und Gegenkontakt, Zieloberfläche, Bearbeitung, Schichtzone und Abnahmekriterien.