Computer Vision strukturiert große Bildmengen
Bei LMD können Kameras große Mengen an Prozessbildern erzeugen. Bildverarbeitung hilft, Konturen, Intensitätsverteilungen oder zeitliche Veränderungen zu erfassen und auffällige Abschnitte für eine technische Prüfung zu priorisieren. Das ist Entscheidungsunterstützung, kein automatischer Bauteilnachweis.
Datensatzdrift ist ein technisches Prozessrisiko
Belichtung, Optik, Werkstoff, Prozessparameter, Bauteilgeometrie, Rauch, Reflexionen und Verschmutzung verändern das Bildsignal. Ein Modell, das für einen Versuchsaufbau funktioniert, kann bei geänderten Bedingungen unzuverlässig werden. Daten- und Prozesskontext müssen deshalb gemeinsam versioniert und überwacht werden.
Fehlalarme und übersehene Auffälligkeiten
Ein Fehlalarm bindet Prüfaufwand, während eine übersehene Auffälligkeit ein relevantes Prozessereignis unentdeckt lassen kann. Die Gewichtung hängt vom Einsatzfall ab. Schwellenwerte sollten nicht nur anhand einer Modellkennzahl gewählt werden, sondern anhand der Folgen für Prüfung und technische Entscheidung.
Validierung gegen physische Befunde
Bildmerkmale und Modellhinweise werden erst belastbar, wenn sie mit nachvollziehbaren Referenzen verglichen werden, beispielsweise Maßprüfung, Oberflächenbefund, Querschliff oder weiterer vereinbarter Prüfung. Auch danach bleibt die Aussage auf den validierten Daten- und Prozessbereich begrenzt.
Angaben für eine Monitoring-Bewertung
Benötigt werden Kamera- und Beleuchtungskontext, Prozess- und Bahnparameter, Werkstoff, Bauteilgeometrie, zeitliche Synchronisierung, definierte Auffälligkeiten, Referenzprüfung und der konkrete Zweck der Auswertung.


