Prüfverfahren liefern unterschiedliche Arten von Evidenz
Bei einer Reparatur müssen Geometrie, Oberfläche, Anbindung und gegebenenfalls innere Fehler getrennt betrachtet werden. Die Prüfstrategie richtet sich nach Bauteilfunktion, Material, Geometrie, zugänglichen Flächen und erwarteter Fehlerart.
| Verfahren | Hilfreich für | Wichtige Grenze |
|---|---|---|
| Maßprüfung / CMM | Geometrie, Bezüge, Funktionsmaße | Keine Aussage über innere Werkstofffehler |
| PT / MT | Geeignete oberflächennahe Anzeigen | Abhängig von Werkstoff, Oberfläche und Zugänglichkeit |
| UT | Volumenprüfung bei geeigneter Geometrie | Interpretation und Ankopplung sind bauteilabhängig |
| CT | Dreidimensionale innere Strukturen und Fehler | Auflösung hängt von Größe, Dichte und Geometrie ab |
| Metallografie | Grenzfläche, Mikrostruktur, Poren und Aufmischung | Zerstörend und nur für die untersuchte Probenlage |
Prüfungen sinnvoll kombinieren
Maß- und Oberflächenprüfung, zerstörungsfreie Verfahren und metallografische Untersuchungen ergänzen einander. Ein Prüfplan sollte festlegen, welche Zone wann geprüft wird, welche Nachweisgrenze gilt und wie Abweichungen bewertet werden.
Angaben für den Prüfplan
Benötigt werden Zeichnung, kritische Merkmale, Grund- und Zusatzwerkstoff, Reparaturzone, erwartete Fehlerarten, Bauteilzugang, Abnahmekriterien und gewünschte Dokumentation.


